Die Revolution wird blutig – Teil 2

In Franka Freis Buch liest man auch über peinliche Situationen beim Einsetzen der Menstruation. Nicht nur, das plötzlich Blut in der Unterwäsche zu finden ist, oder sogar das Bein herunterläuft, diese Erlebnisse haben sich meist zugespitzt, weil weitere essenzielle Dinge gefehlt haben.

Erinnerungen an die Schulzeit

Wenn ich mich an meine eigene Schulzeit zurückerinnere, kann ich mich auch an vieles Unangenehmes erinnern: kein Toilettenpapier, keine Seife, weder Papierhandtücher noch funktionierende Handtrockner, veralteter Aufklärungsunterricht, etc. Im Zuge der Corona-Pandemie wurde dieses Thema offen auf dem Tisch gepackt, als es darum ging, die Schulen wieder zu öffnen. Hygienekonzepte ohne funktionierende Sanitäranlagen, eine schwierige Nummer.

Haste ma´ een Tampon?

Und wer kennt es denn noch? Das ewige herum fragen, ob jemand eine Binde oder ein Tampon hat, was man haben könnte, weil man gerade nichts zu Hand hat. Und dann ist man eventuell überzeugter Binden-Fan, aber die anderen können einem nur Tampons anbieten. Oder umgekehrt. Nervig! Da wäre ein schicker Automat im Schulklo toll gewesen, wo man gegen ein bisschen Kleingeld sich das gewünschte Periodenprodukt besorgen kann. Diese Automaten sind allerdings noch seltener als Kondomautomaten.

Schon seltsam, dass an den weiterführenden Schulen, ja sogar in Berufsschulen, Akademien und Hochschulen, keiner daran denkt, wie praktisch so etwas wäre.

Let´s start a revolution!

Die Frage ist, wie setzt man sich da als zukünftige*r Menstruationsaktivist*in durch? Dafür habe ich euch hier Downloads bereitgestellt, mit denen ihr eure eigene Petition starten könnt. Getreu dem Motto: Denke global, handle lokal. Verändere dein direktes Umfeld.

Für Schüler*innen an Mittel-, Real-, Gymnasial- und Gesamtschulen habe ich zudem noch ein Formblatt entworfen. Es soll helfen, den Unterricht nicht großartig zu unterbrechen mit Diskussionen, sodass es einfacher wird, z.B. zur Toilette zu gehen um Periodenprodukte einzusetzen oder zu wechseln.

Bei den Petitionen habt ihr noch Platz für eigene Forderungen und die Unterschriftenliste lässt sich einfach kopieren.

Los geht´s. Werde Menstruationsaktivist*in!

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